VSP-Werkzeuge & Blickräume
Unterschiedliche Fragen brauchen unterschiedliche Blickrichtungen.
Die Werkzeuge der Visuellen Systempsychologie helfen dabei, psychologische Prozesse, Aussagen und Dynamiken aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten.
Jedes Werkzeug richtet den Blick auf einen bestimmten Ausschnitt: auf Wahrnehmung, Kontext, Schutz, Beziehung, Fremdblick, Interpretation, Tragfähigkeit oder andere Wirkfaktoren.
Sie beschreiben keine Menschentypen und liefern keine fertigen Urteile. Sie helfen dabei, genauer hinzuschauen.
Ein Werkzeug ist kein Etikett. Es ist eine strukturierte Fragehilfe.
Welchen Blick brauche ich gerade?
Die VSP-Werkzeuge erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Manche eröffnen einen größeren Betrachtungsraum, andere prüfen konkrete Dynamiken, Aussagen oder Deutungen. Wieder andere können quer durch mehrere Bereiche eingesetzt werden.
1 · Versen
Große Betrachtungsräume
PUMA, RABE, IGEL, PANDA, KONDOR und OTTER eröffnen unterschiedliche Blickrichtungen auf Anderssein, Ehrlichkeit, Einklang, Wahrnehmung, tragfähige Veränderung und praktisches Ausprobieren.
2 · Dynamikwerkzeuge
Geschehen genauer untersuchen
ELSTER und SPECHT helfen dabei, Beziehungsdynamiken, wiederkehrende Abläufe und konkurrierende Orientierung genauer sichtbar zu machen.
3 · Prüf- & Ermittlungsräume
Behauptungen auf Landetauglichkeit prüfen
KRAKE recherchiert kritisch, wo Erkenntnisansprüche entstehen und worauf sie sich stützen. TOELPEL nimmt eingängige Aussagen auseinander und prüft, was davon auf dem Boden der Tatsachen trägt.
4 · Perspektivräume
Blick, Deutung und Wirkung unterscheiden
PFAU betrachtet Publikum, Fremdblick, Annahmen und Urteile. PIROL untersucht Perspektive, Interpretation, Resonanz, Ortung und Lebenswirkung.
5 · Querwerkzeuge
Über mehrere Räume hinweg schauen
FAMOS macht sichtbare Formen wie Fassade, Abklatsch, Maskerade, Ohnmachtsrolle und Scheinbild erkennbar. Solche Querwerkzeuge beschreiben nie den ganzen Menschen, sondern einen gerade sichtbaren Ausschnitt.
Die sechs Versen
Die Versen sind große Betrachtungs- und Orientierungsräume innerhalb der Visuellen Systempsychologie. Jeder Raum richtet den Blick auf einen anderen Ausschnitt – ohne daraus einen Menschentyp zu machen.
1 · PUMA
Pragmatischer Umgang Mit Anderssein
PUMA fragt, was jemand braucht, damit Anderssein lebbar wird – zwischen Eigenart, Anpassung, Zugehörigkeit und konkreten Bedingungen.
2 · RABE
Radikal Achtsam – Brutal Ehrlich
RABE schaut genauer hin, wo Schönreden, Selbsttäuschung, Fassade oder unbequeme Wirklichkeit eine Rolle spielen.
3 · IGEL
Im Gesunden Einklang Leben
IGEL betrachtet Schutz, Rückzug, Grenzen, Bedürfnisse und die Frage, wie Nähe, Umwelt und eigener innerer Kurs miteinander vereinbar bleiben können.
4 · PANDA
Pause · Atmen · Nachspüren · Danken · Anerkennen
PANDA schafft Raum, um Belastung, Trigger, Reaktionen und innere Zustände wahrzunehmen, bevor vorschnell gehandelt oder bewertet wird.
5 · KONDOR
Kraft · Orientierung · Nachhaltigkeit · Demut · Organisation · Reinigung
KONDOR nimmt die Metaebene ein: Was trägt wirklich? Was verändert sich nachhaltig – und was ist vielleicht nur ein Rollenwechsel oder kurzfristiger Aktionismus?
6 · OTTER
Orientieren · Tüfteln · Testen · Erfinden · Ressourcen nutzen
OTTER bringt Bewegung ins System: vorhandene Möglichkeiten ausprobieren, verändern, kombinieren und dort Neues entwickeln, wo fertige Lösungen nicht passen.
